Lebende Krippe 2015

Wie kann ich der Hektik in der Vorweihnachtszeit entfliehen?
Am besten, wenn ich die Innenstadt meide und durch den Wald gehe.

Mit diesem Gedanken entstand 1992 die Idee der Lebenden Krippe. In einer ehemaligen Kiesgrube, mitten im Märzenburgwald, bauten Mitglieder der KI einen Stadel für das Jesukind, Maria, Josef, und Ochs und Esel sollten auch einen Platz finden.

Dieses Jahr veranstaltet die Kaufbeurer Initiative zum 24. Mal die Lebende Krippe. Im November wunderten sich viele Fußgänger und Radfahrer, dass Maria und Josef bereits im Stadel waren. Die Erklärung war einfach: Ein Filmteam aus München wurde über das Internet auf unsere Krippe aufmerksam und nahm Weihnachtslieder auf.

Wie jedes Jahr kann die Lebende Krippe nur zu Fuß erreicht werden. Der 1,5 km lange Weg durch den hoffentlich schön verschneiten Winterwald soll die Möglichkeit zur inneren Einkehr bieten. Festes Schuhwerk ist ratsam.

Bei weihnachtlichen Klängen der Musikkapellen aus Stadt und Land kann man den Blick auf den Stadel mit Maria und Josef, Ochs und Esel, und natürlich dem Jesukind genießen. Hirten stehen am Feuer und stündlich wird die Verkündigung vorgelesen. Junge Schäfchen freuen sich auf die Streicheleinheiten der Kinder.

Die Verkaufsstände haben wir absichtlich weg von der Krippe an den Anfang des Weges gestellt. Hier gibt es Bratwürste, Kaffee und Kuchen, alkoholfreie Getränke sowie Glühwein zu kaufen. Mit eintretender Dämmerung werden Fackeln verkauft.

Den Reinerlös spenden wir an Bedürftige aus Stadt und Land.
Dieses Jahr werden wir den Haupterlös dem Crescentiakloster spenden. Die Untersuchungen des Hauses „St. Clara“ im Kloster ergaben erhebliche Schäden der Bausubstanz. Die notwendige Sanierung erfordert einen gewaltigen finanziellen Aufwand für das Kloster.
Das Kloster ist Anlaufstelle für Bedürftige und wir wollen mit unserer Spende einen Teil zur Versorgung dieser Personen beitragen.

Seit Beginn der Lebenden Krippe haben wir insgesamt ca 60.000 € gespendet, wobei wir in schlechten Jahren immer aus der KI-Kasse etwas draufgelegt haben.

Traditionell findet die Lebende Krippe im Märzenburgwald immer am letzten Wochenende vor dem Heiligen Abend statt.

Man biegt von der Füssener Str. ortsauswärts gesehen, vor dem Ortsende, rechts ab. Unter der Bahnunterführung hindurch sind es noch 200 m zu den Verkaufsständen. Das Auto sollte allerdings vorher abgestellt werden. Beim Anwesen Götzfried besteht keine Parkmöglichkeit.

Etwa 90 Mitglieder der KI sind notwendig um die Krippe durchführen zu können. Sei es als Hirte, als Personal im Verkaufsstand, beim Spülen, im Kassenhäuschen, im Zuliefererbereich oder bei Aufbauarbeiten von Krippe, Stadel und Schafgatter.

Ein besonderer Dank geht an die Musikgruppen die kostenlos, für eine Brotzeit, die Krippe musikalisch umrahmen.

Wir bieten auch eine Kutschenfahrt durch den Wald, zur Lebenden Krippe, an.
Fahrpreis pro Person 1,-- €.

Lagerleben 2015

 

Liebe Besucher des Lager Beurer Leut,

 

wir möchten uns recht herzlich bei allen Besuchern bedanken und hoffen, dass es Ihnen gefallen hat. Sollten Sie Wünsche und Anregungen haben, so können Sie natürlich jederzeit auf uns zukommen.

 

Die Bilder unseres Lagers finden Sie hier.

 

Ihre
Kaufbeurer Initiative e. V.

Verwaltungsausschuss stimmt gegen den KI-Antrag


Der Antrag der Kaufbeurer Initiative e. V., künftig keinem Zirkusunternehmen mit Wildtieren kommunale Flächen zur Verfügung zu stellen, wurde im Verwaltungsausschuss abgelehnt. Auch der Tierschutz ist der KI wichtig.

Es kann nicht sein, dass wir uns Sorgen um Kröten, Zauneidechsen, Spinnen und sonstiges Kleintier machen und vor Flusspferden, Giraffen und anderen Wildtieren die Augen verschließen. Für einen kurzen Auftritt in der Manege werden die Tiere stundenlang transportiert.

Einig waren wir uns im Ausschuss, dass die unsichere Rechtslage eigentlich auf Bundesebene geklärt werden sollte. Ein dementsprechende Entschließung ging am 25.11.11 vom Bundesrat an die Bundesregierung.

 

Wie viele andere Städte auch, wollten wir ein Zeichen setzen. Die Grünen haben für unseren Antrag gestimmt. Die CSU, SPD, FW und FDP waren dagegen. Das ist Demokratie, damit können wir leben.

 

Unsere Argumente für den Antrag finden Sie hier.

 

 

Antrag Zirkusse mit Wildtieren

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Kaufbeurer Initiative,

 

die Kaufbeurer Initiative e. V. reichte am 18.05.2015 den Antrag ein, künftig keine kommunalen Flächen mehr Zirkusse mit Wildtieren zur Verfügung zu stellen. Das Thema "Wildtiere im Zirkus" ist immer wieder in den Medien, besonders wenn es zu Verstößen kommt. Zuletzt sprachen sich laut Allgäuer Zeitung vom 03.03.2015 in einer Umfrage von Frontal21 zwei Drittel gegen die Haltung von Wildtieren wie Elefanten, Giraffen oder Tiger in Zirkusbetrieben aus und lediglich 15% hatten hier keine Bedenken (1)(2). Sogar einer der bekanntesten Vertreter seiner Art, Circus Roncalli, verzichtet mittlerweile freiwillig auf Wildtiere, da dies laut Aussage seines Mitgründers und Direktors nicht mehr zeitgemäß ist. (3)

 

Die Liste der Vorfälle und auch ausgesprochenen Strafen ist lange:

Allein der berühmte Circus Krone bekam, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009 und 2008 Beanstandungen und Strafen von Behörden aufgrund von Verstößen gegen den Tierschutz (Stand Juli 2014) (4).

Auch andere bekannte Zirkusse wie z. B. Althoff oder Renz blieben nicht ohne Strafe. Althoff wurde sogar zu einer Strafe von 11.700 Euro verurteilt (5).

 

Bei einer Anfrage der Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch im September 2014, wurde u. a. folgende Frage gestellt: "Wie viele Beanstandungen bei der Tierhaltung wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in Zirkussen zw. den Jahren 2008 und 2013 durch Amtstierärzte festgestellt?" Antwort: "Nach den von den Bundesländern im ersten Quartal 2012 zur Verfügung gestellten Informationen wurden im Jahr 2011 bei 895 Kontrollen 409 Verstöße gegen Haltungsanforderungen für Tiere festgestellt." (6)

 

Im Prinzip ist es auch einfach sich vorzustellen, was die Probleme bei einem fahrenden Zirkus, im Gegensatz zu einem Zoo mit eigenem, artgerechtem Gehege ist:

 

- Zirkusse haben durchschnittlich 50 Ortswechsel im Jahr, wovon die Tiere nachweislich bis zu 20 Stunden im Transportwagen stehen

- durch die meiste Zeit in kleinen Käfigen oder Transportwagen wird nicht nur das teilweise stark ausgeprägte Sozialverhalten stark eingeschränkt

- tierärztliche Kontrollen und Versorgungen sind schwierig, da es wenige auf Wildtiere spezialisierte Ärzte gibt

- nur jeder zehnte Zirkus hat ein eigenes Winterquartier hat. Es ist nicht selten, dass die Tiere in den Transportwägen überwintern

- die finanziellen Mittel der Betriebe sind oft knapp

Weitere diese und weitere interessante Argumente finden sich von Seite 4 bis 6 des Beschlusses des Bundesrates (7).

 

Aufgrund dieser Problematik wurde die Haltung von Wildtieren, teilweise sogar sämtlicher Tiere, in vielen Ländern verboten. Beispiele allein in Europa sind hierfür sind Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Kroatien, Österreich oder Schweden. Kommen wird z. B. ein Verbot in den Niederlanden.  (8) (9)

 

Wie sieht die Situation in Deutschland aus? Der Bundesrat hat hierfür zuletzt am 25.11.2011 ein Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tierarten im Zirkus beschlossen (7). Auch die Bundestierärztekammer fordert in der Pressemitteilung vom 20.04.2010 ein Verbot von Wildtieren im reisenden Zirkus (und gerade die Bundestierärztekammer sollte sich hier am besten auskennen) (10). Leider scheiterte das Verbot in Deutschland bisher an der Blockadehaltung von CDU/CSU (11).

 

Daher beschlossen bereits einige Städte im gesetzlichen Rahmen Verbote bzw. keine öffentlichen Flächen mehr für Zirkusse mit Wildtieren zur Verfügung zu stellen. Beispiele hierfür sind Baden-Baden, Erding, Heidelberg, Köln, Neuburg an der Donau, Potsdam, Schwetzingen, Speyer, Stuttgart oder Worms. Selbst die Heimat des Circus Krone, die Stadt München, erlaubt die eingeschränkte Haltung von Wildtieren nur auf der Theresienwiese. (9)

 

Diesem Beispiel möchte die Kaufbeurer Initiative e. V. folgen und stellte daher den Antrag, dass die Stadt Kaufbeuren keine öffentlichen Plätze mehr für Zirkusse mit Wildtieren zur Verfügung stellt. Die Definition Wildtiere umfasst folgende Arten: Affen, Tümmler, Delfine, Greifvögel, Flamingos, Pinguine, Nashörner, Wölfe, Alligatoren, Krokodile, Antilopen und antilopenartige Tiere, Amphibien, Bären, Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Riesenschlangen, Robben und robbenartige Tiere, Großkatzen, Lamas, Vikunjas und Straußenvögel.

 

Quellen:

(1) http://www.all-in.de/nachrichten/deutschland_welt/boulevard/Umfrage-Mehrheit-der-Deutschen-will-keine-Wildtiere-im-Zirkus;art15814,1903633

(2) http://www.zdf.de/frontal-21/wildtierverbot-im-zirkus-quaelerei-in-der-manege-37400800.html
(3) http://www.roncalli.de/news/bernhard-paul-im-interview-bei-frontal-21
(4) http://www.peta.de/kronechronik

(5) http://www.peta.de/chronik-des-zirkus-giovanni-althoff-1

(6) http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/026/1802690.pdf

(7) http://dipbt.bundestag.de/dip21/brd/2011/0565-11B.pdf

(8) http://www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/zirkus/wildtiere-im-zirkus/rechtslage-in-deutschland/laender-mit-zirkus-wildtierverbot/

(9) http://www.peta.de/verbotwildtiereimzirkus

(10) http://www.bundestieraerztekammer.de/index_btk_presse_details.php?X=20120222210840

 

(11) http://www.vier-pfoten.de/news-press/pressearchiv/150304-2/

Richtigstellung Artikel Allgäuer Zeitung

Zum Artikel „Ulrike Seifert bleibt Ortssprecherin der Grünen“ vom 15.04.15 in der Allgäuer Zeitung bedarf es einer Richtigstellung.

Frau Seifert hat, im Artikel der AZ zu ihrer Wiederwahl als Ortssprecherin, behauptet, dass, zur konstituierenden im Sitzung Mai 2014, mit allen Fraktionen abgesprochen wurde:

1. Die Teilhabe aller Fraktionen und
2. Die Prinzipien von Respekt auch in die neue Legislaturperiode fortzutragen.

Zu 1: Das entspricht nicht der Wahrheit. Als Fraktionssprecher der KI stelle ich klar, dass bezüglich der „Teilhabe aller Fraktionen“ weder die Grünen noch die SPD oder die FW mit mir gesprochen haben. Vielmehr hatte ich im Vorfeld erfahren, dass die Grünen und SPD geschlossen die FW unterstützen.

Zu 2: Die Prinzipien von Respekt müssen nicht abgesprochen werden, diese sind für die KI selbstverständlich.

Frau Seifert wird zitiert: „Nicht für die Stadt gemeinsam zusammenarbeiten zu wollen, prägt die Ratsarbeit bis heute und wird auch noch bis zum Ende dieser Wahlperiode fortwirken.“

Es ist traurig, dass Frau Seifert, nach eigenen Worten, der fehlenden Zusammenarbeit bis zum Ende der Wahlperiode (immerhin noch 5 Jahre) keine Chance gibt.

Ich weiß, dass nicht alle Grüne diese Meinung teilen. Darum werden wir weiter den Kontakt pflegen.

E. Holy
Fraktionssprecher KI

Übergabe der Spenden der Lebenden Krippe

Die Kaufbeurer Initiative e. V. freut sich, mit der Hilfe der gesammelten Spenden und dem Reinerlös aus dem Speisenverkauf der Lebenden Krippe 3.000€ für Bedürftige spenden zu können.

 

Hockey for Hope

Lebende Krippe

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